le couperet
film von costa-gavras

bruno davert ist ingenieur in der papierverarbeitenden industrie. oder besser: er war es bis vor kurzem. im  rahmen einer restrukturierung des betriebs verliert er seine stelle. darauf war er nicht vorbereitet. doch er ist überzeugt davon, bald schon einen neuen posten zu finden. kaum ist der briefträger am schmucken reihen-einfamilienhaus vorbei, eilt er jeden tag zum briefkasten, so ungeduldig wartet er auf die einladung zu einem vorstellungsgespräch. als er nach drei jahren immer noch arbeitslos ist, schreibt er in einem zeitungsinserat eine topstelle in seinem fachbereich aus: kaum sind die bewerbungen eingegangen, macht er sich daran, nach der devise «wer mir im weg ist, der muss weg»  die topbewerber, die stets seine potenziellen konkurrenten sind, zu eliminieren, zunächst mit der aus dem zweiten weltkrieg stammenden dienstpistole seines vaters, dann mit der axt. mehrmals taucht die polizei bei ihm auf, doch der ungelenke pistolenschütze hat glück, er wird der boss jener firma, in der er schon immer hatte arbeiten wollen, weil er den bisherigen posteninhaber zur strecke gebracht hat. regisseur costa-gavras hat einen schwarzhumorigen sozialthriller verfilmt, in dem die arbeitslosen ebenso sympathisch sind wie der mörder, dem nach jedem schuss nur der arm vom rückstoss der pistole schmerzt. der schluss des films bleibt offen: ist bruno davert für alle zeiten an der spitze des unternehmens? oder begegnet er vielmehr einer frau, die ihn jetzt zur seite schieben wird?

le couperet von regisseur costa-gavras in der schweiz im verleih von frenetic films
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