agota kristof «l’analphabète, rècit autobiographique»
autobiografie

weshalb nicht wieder ein französischsprachiges buch lesen? zum beispiel die elf kurze kapitel umfassende autobiografie der am meisten übersetzten schweizer autorin agota kristof? kristof ist 1956 im alter von 21 jahren als flüchtling von ungarn in die schweiz gekommen. sie hat im kanton neuenburg in einer uhrenfabrik gearbeitet. und nebenher hat sie in der sprache ihrer neuen umgebung zu schreiben begonnen. in ihrer bewegenden autobiographie, die sich leicht lesen lässt, beschreibt die autorin so packender bücher wie le grand cahier, la preuve und le troisième mensonge ihren weg zu den büchern in den kindheitsjahren in ungarn. sie erzählt, wie sie als kind geschichten erfunden und erzählt hat, sie berichtet von ihren einsamen jahren im internat, von stalins todestag, von der flucht mit einem säugling, von der seltsamen ankunft in der schweiz, vom verlust der ersten sprache und der ersten heimat und vom erlernen der sprache ihrer neuen umgebung, die sie so gut beherrschen wollte, um erzählungen schreiben zu können.

éditions zoé, isbn 2-88182-512-5, Fr. 17.–
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