«kulturwandern»:
von lissabon bis lenk und von ankara bis adelboden


kleine zeichen – grosse verwirrungen

spätestens in der begegnung mit menschen, die einen anderen kulturellen hintergrund haben, wird einem bewusst, wie unterschiedlich werthaltungen von land zu land sind. teilt ein inder einer jungen schweizerin bei einer zweiten begegnung nach bloss einem jahr mit, sie sei älter geworden, dann fasst die schweizerin den satz als affront auf, der inder hingegen ist sich sicher, ein lob ausgesprochen zu haben! sagt ein israeli einem schweizer in israel, er solle bei ihm «vorbeikommen», dann wartet der schweizer auf eine etwas «offiziellere einladung» und staunt darüber, dass sie nie erfolgt. der schweizer weiss auch bei der zweiten aufforderung «vorbeizukommen» nicht, dass sich israeli an unkomplizierte spontanbesuche gewohnt sind. und der israeli weiss nicht, dass schweizer auf eine «richtige «einladung warten. sucht eine schweizerin in der altstadt damaskus etwa eine apotheke und fragt einheimische nach der nächsten apotheke, wird sie häufig zuerst in eine bestimmte richtung gewiesen und nachher in eine andere, ohne die gesuchte apotheke je zu finden. auch dies hat seinen grund, der in der kultur des fremden landes begründet ist. es gibt kleine und harmlose kulturell bedingte «verwirrungen» und ernsthafte. der umgang mit ihnen lässt sich trainieren.

im eintägigen workshop «kulturwandern» kann erfahren werden, wie wir trotz kulturübergreifendem langstreckentourismus und trotz zuwanderung von menschen aus anderen kulturen wir immer wieder zeichen und sätze falsch interpretieren und weshalb wir manchmal trotz guter absicht in eine kulturelle falle gelangen. das wissen um andere zeichen, rituale und symbole ist gerade auch deshalb wichtig, weil menschen aus fremden kulturräumen in der schweiz leben, hier arbeiten, ihre kinder unsere schüler sind.

«kleine zeichen – grosse verwirrungen» wurde erstmals im november 2007 in thun durchgeführt.
nächste veranstaltung 20. märz 2009 in sarnen
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