märz 2013 bis september 2014:
tel aviv hafuch gadol und warten im mersand
36 lesungen aus dem buch «tel aviv hafuch gadol und warten im mersand»
in der schweiz, deutschland, österreich und israel.



sonntag, 4. mai 2008 um 18.00 uhr,
bahnhof görlitz, «gleis 1» – ehemalige mitropa gaststätte

von menschen, die plötzlich verschwunden sind

fast sämtliche deutschen bahngleise waren während des zweiten weltkrieges in die deportation der juden in die vernichtungslager einbezogen. die europaweite logistik der verschleppung und vernichtung der juden hätte ohne die dienste der reichsbahn nicht funktionieren können. über tausende kilometer wurden deportationszüge in die lager geschleust. selbst unter kriegsbedingungen setzten die ns-behörden die transporte fort. der «zug der erinnerung», der 2008 durch deutschland zum vernichtungslager auschwitz rollt, besteht aus mehreren waggons, in denen die geschichte der europäischen deportationen in beispielhaften biografien nacherzählt wird. auf der letzten station des «zugs der erinnerung» in deutschland im bahnhof von görlitz und vor der weiterfahrt nach auschwitz erinnert michael guggenheimer mit eigenen texten an verfolgte, die in der zeit des dritten reichs deutschland haben verlassen, die ihr leben haben lassen müssen sowie an überlebende aus görlitz und anderswo. eine veranstaltung des deutschen gewerkschaftsbundes dgb.


mittwoch, 27. februar 2008 um 19.30 uhr,
theater stadelhofen zürich

gespräche über grenzstädte

ilma rakusa (triest), dusan simko (kaschau) und michael guggenheimer (görlitz / zgorzelec) sprechen über menschen und über das leben in grenzstädten und lesen texte zum leben in diesen besonderen orten, in denen kulturen und sprachen zusammenfinden vor.
rine veranstaltung des literarischen clubs zürich. moderation urs heinz aerni


montag, 28. januar 2008, 18 uhr
kulturzentrum schlachthaus bern

kulturpreis an heinrich gartentor, kulturminister a.d

heinrich gartentor, von den schweizer künstlern aller sparten für die periode 2005 – 2007 gewählter erster schweizer kulturminister wird geehrt. gartentor erhält den kunstpreis der stadt bern. die laudatio hält der zürcher publizist und autor michael guggenheimer. die feier findet am montag, 28. januar abends – auf wunsch gartentors im schlachhaus bern – statt, weil er damit eine alte schuld begleichen könne, wie er sagt. er bringe auch eine überraschung mit zum dank, verspricht gartentor. mindestens eine!


mittwoch, 21. november 2007, 20.00 uhr,
im gemeindehaus icz an der lavaterstrasse in zürich

tel aviv stories / szenische lesung mit musikalischer improvisation

bettina spoerri und michael guggenheimer stellen im rahmen des kulturprogramms der icz eine auswahl von kurzgeschichten aus ihrer textsammlung mit dem titel tel aviv stories vor. bruno spoerri improvisiert zu den texten am saxofon.


Musik mit urbanen Geschichten

Local Stories mit Michael Guggenheimer, Bettina und Bruno Spoerri
(Erika Wartmann in der Zürichsee Zeitung vom 14. Juni 2007)

«Sie beobachten und beschreiben Szenen, Alltagsgeschichten aus einzelnen Städten. Vom Leben der Menschen in New York, Tel Aviv, Zürich oder Thalwil. Vom Kebabstand, den einfahrenden Zügen, den spazieren fahrenden Mänteln, dem Lift im Treppenhaus, dem regelmässigen Besucher oder von einem, der sich selber Briefe schreibt und diese bewusst versehentlich mit dem Doktortitel schmückt, um den Nachbarn zu imponieren. Abwechselnd lesen Bettina Spoerri und Michael Guggenheimer ihre zum Schmunzeln anregenden Texte aus verschiedenen Orten, urban zusammengewoben wie die Eigenleben der einigen globalen Stadt.

Begleitet werden die freie Autorin und Literaturwissenschaftlerin Bettina Spoerri sowie der Autor und Publizist Michael Guggenheimer vom Jazzmusiker und Wegbereiter der elektronischen Musik Bruno Spoerri. Seine musikalischen Improvisationen, mit oder ohne Instrument vorgetragen, faszinieren das Publikum. Eine empfehlenswerte und humorvolle szenische Lesung!»



11. juni 2007, 20.15 uhr, serata thalwil
16. juni 2007, 20.15 uhr, kulturraum thalwil

«local stories» – menschen in städten und orten
szenische lesung mit musikalischer performance

michael guggenheimer und bettina spoerri: prosatexte
bruno spoerri: musik

in ihren prosatexten erzählen bettina spoerri und michael guggenheimer von menschen in städten wie amsterdam, new york oder tel aviv, aber auch in orten wie zürich, st.gallen – und thalwil. wie bewegen sich menschen an verschiedenen orten, wie beeinflussen unterschiedliche grosse und kleine städte und orte das leben der menschen, ihren alltag, ihre begegnungen? was für eigenleben können orte entwickeln? und wie macht sich überall die globalisierung bemerkbar? in der szenischen Lesung ihrer «local stories» gehen michael guggenheimer und bettina spoerri diesen fragen mit witzigen, ironischen, ernsten und pointierten texten nach. bruno spoerri reagiert mit freien musikalischen improvisationen auf die texte. er benützt dazu die methode der improvisation im dialog mit dem computer, die er selbst entwickelt hat und «C.A.J.» (computer-assisted jazz) nennt. dabei arbeitet er mit eingabegeräten wie dem elektronischen saxophon (synthophone), einer berührungsempfindlichen tastatur (thunder) und vor allem mit einem computerprogramm, das über eine videokamera seine bewegungen in klänge umsetzt (very nervous system), ergänzt durch die akustischen klänge seiner verschiedenen saxophone.


dienstag, 5. juni 2007, 17.30 uhr
«kulturbrücken zwischen sprachen und nationen»

kurze lesung im rahmen der überreichung der medaille "für verdienste um die europastadt görlitz/zgorzelec"
anlässlich der gemeinsamen stadtratsitzung der stadträte der europastadt görlitz-zgorzelec im dom kultury zgorzelec (pl).


dienstag, 20. märz, 20 uhr
hofkeller regierungsgebäude st.gallen

werkstattgespräch mit dem clown pic

michael guggenheimer im gespräch mit dem clown
shirley ann hofmanni: musik

clown pic zeigt im ausstellungssaal des regierungsgebäudes des kantons am klosterplatz in st. gallen erstmals seine bilder. in einem werkstattgespräch unterhält sich michael guggenheimer mit dem clown, der seit über 30 jahren malt über dessen auftritte als clown und mime, über tourneen, malerei und den kunstbetrieb.

«Ein wahrhaftiger Stadtschriftsteller»
Schriftstellerin Zsuzsanna Gahse am 8. März 2007 im Literaturhaus Gottlieben (TG)

Ich möchte mit zwei Impressionen aus Michael Guggenheimers Buch «Görlitz» beginnen, einem Buch, das vor zwei Jahren erschienen ist und nicht nur in der Stadt Görlitz für Aufsehen sorgte. In diesem Buch kehrt die Mutter des Erzählers mit 73 Jahren in eine Stadt zurück, die sie 60 Jahre lang nicht mehr gesehen hat und versucht, sich zu orientieren.

Wenn Guggenheimer in seinem Görlitz-Buch sagt, dass es um eine gründliche Erkundung einer Stadt geht, einer Stadt, die – im Osten Deutschlands gelegen – Zeitgeschichte und die allgegenwärtigen Umbrüche der letzten Jahrzehnte zeigt, aber neben dieser intensiven Erkundung könne das Buch auch als Reiseführer dienen, so sehe ich in den Stadtgeschichten (so weit ich sie kenne) auch eine Doppellbödigkeit, eine Doppelfunktion. Einerseits geht es um unterhaltsame Erzählungen, um genüsslich pointierte Lebensläufe oder pointierte Erinnerungen. Gleichzeitig (also andererseits) spiegeln diese Geschichten die Tücken unserer Zeit, vor allem aber etliche Probleme, heitere und weniger heitere Probleme im Nahen Osten.

Michael Guggenheimer wurde 1946 in Tel Aviv geboren, ging dort, in Amsterdam und in Zug zur Schule. Nach dem Studium der Zeitgeschichte und Sozialpsychologie arbeitete er als Zeitungsredaktor in St.Gallen, dann beim Migros-Kulturprozent. Mehr als dreizehn Jahre lang hat er die Abteilung Kommunikation der Kulturstiftung Pro Helvetia geleitet und war Redaktionsleiter der in drei Sprachen erscheinenden Kulturzeitschrift «Passagen». Michael Guggenheimer würde ich mit seinen Kenntnissen von so vielen Städten und seinen Stadtführungen, die er schon unternommen hat, nicht nur einen typischen Städter nennen, sondern einen wahrhaftigen Stadtschriftsteller.



Donnerstag, 8. März 2007, 20.00 uhr:
Literatur am Donnerstag
im Bodman-Haus, Gottlieben am Bodensee

«Local stories» – Menschen in Städten

Michael Guggenheimer und Bettina Spoerri: Texte
Bruno Spoerri: Musik

In ihren Prosatexten erzählen Bettina Spoerri und Michael Guggenheimer von Menschen in Städten wie Tel Aviv, Amsterdam und New York, aber auch in Zürich und St.Gallen. Bruno Spoerri spielt zu den Texten und bewegt sich musikalisch zwischen Jazz und freier Improvisation.


14. november 2006, 20.00 uhr in der villa rosenthal, hohenems (vorarlberg)
tel aviv stories


bettina spoerri und michael guggenheimer stellen im rahmen der lesegesellschaft hohenems eine auswahl von kurzgeschichten aus ihrer textsammlung mit dem titel tel aviv stories vor. bruno spoerri improvisiert zu den texten am saxofon.


freitag, 27. oktober 2006, 19.30 uhr im zentrumsschopf, spreitenbach
lesung im rahmen der spreitenbacher kulturpreisübergabe 2006

bettina stade und michael guggenheimer lesen texte aus der im sommer 2006 erschienenen publikation «spreitenbach – prachtsieben».


Mittwoch, 17. Mai 2006. Sächsische Zeitung
Weltbürger mit kleinen Macken
Von Frank Seibel

Bruno Spoerri und Michael Guggenheimer erweisen sich als gewitzte Mutmacher.

Irgendwann wurde es ganz verrückt. Zwei Männer in Schwarz auf der Bühne, der eine hackt mit weißen Handschuhen wie beim Breakdance in die Luft und zaubert so rhythmische Schläge und Melodienfetzen aus seinem Klangcomputer; der andere erzählt von dem Juden, der den Christenmenschen in seiner Umgebung trotzig einen «schönen Ramadan» wünscht, weil er es leid ist, mit Weihnachtsgrüßen überhäuft zu werden, wo er, der Jude, doch erklärtermaßen nicht Weihnachten feiert.

In Momenten wie diesen entfaltete sich am Montagabend im großen Saal des Theaters der Zauber der literarisch-musikalischen Begegnung zweier Schweizer. Die Jazz-Ikone Bruno Spoerri setzte mit Saxofon und Computer mehr als nur Klang-Tupfer zwischen die mal journalistischen, mal satirischen, mal realen und mal fiktiven Texte von Michael Guggenheimer.

Aus einem nur für 90 Minuten geplanten Programm entwickelte sich ein mehr als zweistündiger Reigen von Geschichten aus Görlitz und der Welt, die Guggenheimer in Worte fasste und Spoerri in Musik.

Görlitz und Görlitzer spielen in der Welt des Züricher Publizisten Michael Guggenheimer eine zentrale Rolle, seit er in dieser Stadt vor Jahren familiäre Wurzeln entdeckt hat. Sein Großvater hatte als Zahnarzt eine Praxis auf der Berliner Straße und musste in den 30er Jahren vor den Nazis fliehen. Geschichten von Flucht, Vertreibung, vor allem aber von den vielen Arten des Weiterlebens in Amsterdam, Tel Aviv, Zürich, New York oder eben Görlitz erzählt Guggenheimer. Und von den bisweilen schreiend komischen Versuchen, ein richtig weltläufiger Mensch zu sein.

Da ist zum Beispiel jener Kaufmann, der ganz auf seine Pillen vertraut, die er in kultischer Verehrung in einem Döschen an seinem Herzen trägt. Doch nicht gegen Herzdrücken setzt er die kleinen bunten, gestreiften oder braunen Dinger ein – sondern gleichsam zum kulturellen Überleben. Um amerikanische Geschäftspartner in fließendem Englisch begrüßen zu können, greift er ins Döschen – aber daneben. Heraus kommt, voll Inbrunst und Selbstgewissheit, eine Kaskade auf Holländisch.

Auch die Erinnerung an die Tage in Brüssel, als sich Guggenheimer mit der Görlitzer Delegation den Fragen der Kulturhauptstadt-Jury stellte, gestaltet sich an diesem Abend schreiend komisch – bis hin zu den lilafarbenen Ringelsocken von Sir Jeremy Isaacs und dem dösenden Lord Smith in der Jury.

Und dazwischen die Streifzüge durch ein halbes Jahrhundert selbst gespielter Jazzgeschichte, bei denen Bruno Spoerri mal tatsächlich Saxofon spielte, ein anderes Mal aber zwar ein Saxofon bediente, jedoch die Klänge einer Orgel hervorzauberte.

Am Ende war es gar nicht schadenfroh, als Michael Guggenheimer auf einen aktuellen Spiegel-Artikel verwies, der von den Finanzproblemen der nominierten Kulturhauptstadt Essen handelte. «Wir haben in Görlitz alle Chancen. Aber nicht mehr diesen großen Druck», sagte er. Die Gäste verließen das Theater dankbar und heiter.


Montag, 15. Mai 2006. Zittauer Zeitung, Zittau.
Vom Leben der Einwanderer
Von Anne Mareile Moschinski

Die beiden Schweizer Michael Guggenheimer und Bruno Spoerri präsentierten in der Hillerschen Villa eine Kombination aus Lesung und Konzert.

Die Bühne auf dem Kulturboden der Hillerschen Villa ist in helles Scheinwerferlicht getaucht, ein hohes Lesepult steht vor den Sitzreihen, darauf sind Bücher, Manuskripte und ein Glas Wasser zu sehen. Im Hintergrund liegt ein Saxofon auf dem Boden, auf einem Podest stehen Laptop und Verstärker.

Michael Guggenheimer und Bruno Spoerri haben für ihre Kombination aus Lesung und Konzert, die unter dem Motto «Jossi Friedmann, Ahron Billig und Bernsteins Erben» steht, eine klassisch schlichte Atmosphäre geschaffen. Jüdische Geschichten und Jazzmusik stehen auf dem Programm.

Die Idee zu diesem Gastspiel, das im Rahmen des 3. Neiße-Filmfestivals lief, hatte die Zittauer Initiative «Erinnerung und Versöhnung». Guggenheimer, der in Tel Aviv geboren ist und dessen Eltern aus dem niederschlesischen Görlitz stammen, liest Fragmente aus seinem 2004 erschienenen Buch «Görlitz. Schicht um Schicht. Spuren einer Zukunft.» Bruno Spoerri – Wegbereiter der elektronischen Musik in der Schweiz – begleitet den Abend mit Improvisationen auf dem Saxofon und sorgt mit Hilfe einer speziellen Computertechnik für schrille, experimentelle Klänge. Wie ein roter Faden zieht sich die jüdische Kultur durch alle vorgetragenen Texte. «Ich habe diese Erzählungen bewusst so ausgewählt, um einen Bezug zur jüdischen Geschichte der ,Hillerschen Villa' herzustellen», teilt Michael Guggenheimer seinen Zuschauern mit. Alle Kurzgeschichten tragen autobiographische Züge, sind in einem nüchternen, dokumentarischen Stil geschrieben. In chronologischer Reihenfolge wird über die Geschichte einer Villa in Görlitz berichtet, die nach der Flucht ihrer jüdischen Bewohner leer stand und heute als Jugendherberge genutzt wird. Doch auch viele humorvoll-ironische Erzählungen hat Michael Guggenheimer im Repertoire. Sein Text «Schöne Weihnachten» zum Beispiel erzählt davon, wie er immer wieder von Nachbarn, Freunden und Geschäftspartnern in der Adventszeit Glückwunschkarten geschickt bekommt, obwohl er jedes Jahr betont, als Jude kein Weihnachtsfest zu feiern. Schließlich revanchiert er sich mit arabisch beschrifteten Grußkarten, die allen Empfängern ein schönes Ramadan-Fest wünschen. Bruno Spoerris musikalische Untermalung teilt den literarischen Vortrag in einzelne thematische Abschnitte. Mal steht das Leben der jüdischen Einwanderer in Israel im Vordergrund, mal das Schicksal aus Deutschland vertriebener Juden. Dem Schweizerischen Generalkonsul, Daniel Blatter, gefiel die Kombination. Für diesen Abend war er aus der Landeshauptstadt angereist. «Ich bin begeistert. Guggenheimers Bücher kenne ich schon seit Jahren. Gut hat mir gefallen, dass hier auch neuere Erzählungen zu hören waren», sagte er.


Montag,15. Mai 2006 um 19.30 Theater Görlitz
Demianiplatz 2, Görlitz

Vom Jesusbäcker und vom Aufzugstyrannen
Michael Guggenheimer (Texte) und Bruno Spoerri (Musik)

Ein Mann, der in der Schweiz arbeitet und in Görlitz wohnt. Eine Buchhändlerin an der Strandpromenade in Tel Aviv, bei der deutsche Bücher Asyl finden. Ein New Yorker, der oben auf der Strasse immer weiss, wohin die unter ihm fahrende Untergrundbahn gerade unterwegs ist . Ein Amsterdamer, der nichts weggeben kann und deshalb in seiner Wohnung erstickt. Der Jude, der unbedingt ein Christ werden will. Diese und andere Menschen kommen ins Apollo nach Görlitz zu Besuch.

Michael Guggenheimer, Autor des Buchs «Görlitz. Schicht um Schicht. Spuren einer Zukunft» (Lusatia Verlag, Bautzen) ist in Tel Aviv geboren, wuchs dort und in Amsterdam auf und lebt heute als Publizist in Zürich. Er liest Erzählungen aus Görlitz, Tel Aviv, Amsterdam und New York

Der Saxophonist Bruno Spoerri spielt zu den Texten und spaziert musikalisch zwischen Jazz und freier Improvisation. Bruno Spoerri gehört zu den herausragenden Jazzmusikern der Schweiz. Er hat Filmmusiken komponiert und ist ein Wegbereiter der elektronischen Musik. Vor kurzem ist im Chronos Verlag (Zürich) sein umfangreiches Buch «Jazz in der Schweiz. Geschichte und Geschichten» erschienen.


Freitag, 12. Mai 2006 um 20.00 Uhr in der Hillerschen Villa in Zittau
Jossi Friedmann, Ahron Billig und Bernsteins Erben
Lesung + Musik im Rahmen des diesjährigen Neißefilmfestivals, Zittau
Michael Guggenheimer (Texte) und Bruno Spoerri (Musik)

Wie aus einer ausgedienten Synagoge in einer deutschen Stadt ein Rockcafé wird. Wie ausgerechnet in Tel Aviv deutsche Bücher überleben. Wie man zu einem Experten für jüdische Belange wird, auch ohne sich in diesem Bereich wirklich auszukennen. Wie ein Jude versucht, sich in einen Christen zu verwandeln. Wie man Nachbarn am Sabbat davon abhalten kann, mit dem Aufzug zu fahren. Und wie sich zwei Juden in einem Betrieb meiden, weil sie nicht wissen, wie miteinander umgehen.

Michael Guggenheimer, Autor des Buchs «Görlitz. Schicht um Schicht. Spuren einer Zukunft» (Lusatia Verlag, Bautzen) ist in Tel Aviv geboren, wuchs dort und in Amsterdam auf und lebt heute als Publizist in Zürich. Er liest in der Hillerschen Villa Geschichten, die zur Geschichte der Villa passen, die in diesem Haus hätten geschrieben sein können.

Der Saxophonist Bruno Spoerri spielt zu den Texten und spaziert musikalisch zwischen Jazz und freier Improvisation. Bruno Spoerri gehört zu den herausragenden Jazzmusikern der Schweiz. Er hat Filmmusiken komponiert und ist ein Wegbereiter der elektronischen Musik. Vor kurzem ist im Chronos Verlag (Zürich) sein umfangreiches Buch «Jazz in der Schweiz. Geschichte und Geschichten» erschienen.


samstag, 29. oktober 2005, ab 22.00 uhr
lesung im rahmen der «langen nacht der kurzen geschichten»
in der bibliothek icz, lavaterstrasse 33 zürich

in der «langen nacht der kurzen geschichten» präsentieren zürcher bibliotheken, buchhandlungen und das theaterhaus «kaufleuten» bis in die morgenstunden hinein ein abwechslungsreiches programm von kurzgeschichten, die vorgelesen, vorgetragen und vorgespielt werden. die bibliothek der icz nimmt an diesem lesemarathon teil und hat dazu geschichten ausgewählt. neben anderen autorinnen und autoren liest michael guggenheimer kurze texte aus seinem erzählband «personal» sowie weitere neuere texte.


samstag, 24.september 2005, 11.30 uhr
stadtgeschichten – neue texte
lesung im rahmen des deutsch-schweizer autorentreffens in rottweil

vor 20 jahren, im spätsommer 1985, sind je fünf autorinnen und autoren aus der schweiz und aus baden-württemberg erstmals zur rottweiler begegnung zusammengekommen, um sich gegenseitig und mit ihren arbeiten bekannt zu machen. das autorentreffen ist inzwischen angereichert durch eine schreibwerkstatt. die texte, welche jeweils zur rottweiler begegnung verfasst werden, werden in publikationen festgehalten. michael guggenheimer liest am samstag im droste-hülshoff-gymnasium. moderation: anne seidel-dongus. am sonntag um 11.00 uhr lesung gemeinsam mit den anderen gastautorinnen und autoren im sitzungssaal des neuen rathauses.


samstag, 9. juli 2005, 19.30 uhr
erzählungen aus tel aviv und görlitz und anderswo
in der synagoge görlitz

im rahmen der bewerbung der europastadt görlitz-zgorzelec um den titel «kulturhauptstadt europas2010» findet am 9. juli 2005 ab 17:00 uhr im brückenparkgelände rings um das alte kondensatorenwerk in görlitz-zgorzelec ein großer aktionstag mit dem schwerpunkt literatur statt. polnische und deutsche schriftsteller, publizisten, kritiker und musiker sowie autoren und gäste aus dem in- und ausland werden sich in der künftig geistig-kulturellen mitte der zweisprachigen stadt zusammenfinden und das konzept des «brückenparks» auf beiden seiten der neiße erleb- und erfahrbar machen. sie laden ein, über den europa-gedanken gemeinsam nachzudenken und ihn als fest zu begehen.

zum ersten mal wird auch in der in der ns-zeit unbeschädigt gebliebenen görlitzer synagoge ein konzertliterarische führung mit dem israelischen bariton yaron windmüller zu erleben sein – in verbindung mit texten des schweizer autors michael guggenheimer, der sich intensiv mit der stadt görlitz und ihren zukunftschancen im neuen europa in seinem buch «görlitz – schicht um schicht» beschäftigt hat und neue erzählerische stadttexte aus tel aviv und görlitz vortragen wird.


donnerstag/freitag, 23./24. juni 2005
«denksalon revitalisierender städtebau»
eine tagung der stiftungsprofessur stadtumbau und stadtforschung der technischen universität dresden im görlitzer kompetenzzentrum revitalisierender städtebau. bei der peterskirche 5a, D 02826 görlitz

der «denksalon revitalisierender städtebau» sucht nach zukunftsweisenden oirientierungsmarken in einer zeit, in der vor lauter schrumpfungsdiskussion die schönheit und die chancen der städte in den neuen bundesländern fast verloren gehen. das konzept sieht vor, dass durch beiträge aus den unterschiedlichsten fachdisziplinen auch der blick von aussen neue impulse für die diskussionen schafft.

für das dritte forum schichten haben die tagungsorganisatoren michael guggenheimer, publizist und autor des buches «görlitz – schicht um schicht», dessen kenntnisse der stadt aus einer sensiblen methode im umgang mit dem vorgefundenen, durch intensive gespräche und große neugier entspringen, eingeladen. das vorhandene zu entdecken bedarf feinfühligkeit und distanz zugleich. die planung mit den bürgern und die kommunikation von positiven seiten der vorzufindenden leere, werden aus der praxis annette friedrich, leiterin des stadtplanungsamtes heidelberg und dr. johann jessen, professor für orts- und regionalplanung illustrieren


Samstag, 4. Juni 2005, 13.30 Uhr
Mercure Parkhotel, Görlitz, Uferstrasse 17
Zgorzelec und Görlitz: Vereinte Doppelstadt an der Neisse

Michael Guggenheimer liest aus seinem Buch «Görlitz – Schicht um Schicht. Spuren einer Zukunft». Der Schweizer Autor hat in seinem im Lusatia Verlag erschienenem Buch die östlichste Stadt Deutschlands beleuchtet, hinter die Fassaden dieser schön gewordenen Stadt geschaut und Entwicklungen und Chancen von Görlitz und ihrer polnischen Schwesterstadt Zgorzelec kritisch hinterfragt. Mit dieser Lesung stimmt er die Verlegerinnen und Verleger des Landesverbands Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf den Tagungsort ihrer diesjährigen Hauptversammlung ein.


donnerstag, 12. mai 2005, 19.30 Uhr
die östlichste stadt deutschlands im westen österreichs

michael guggenheimer (zürich) liest im jüdischen museum hohenems (vorarlberg) aus seinem buch über die deutsch-polnische grenzstadt görlitz/zgorzelec. die doppelstadt an der neisse wurde vor kurzem von einer internationalen jury unter zehn kandidierenden deutschen städten als kandidatin für die nomination als «europäische kulturhauptstadt 2010» nominiert. guggenheimers buch ist im märz 2005 in einer zweiten, erweiterten auflage erschienen.


samstag, 23. april 2005, 20.30 uhr
schweizer autoren zu gast im hotel albana in weggis
literatur-abend

im spiegel-saal des hotels albana in weggis am vierwaldstättersee
jedes jahr im frühling treffen sich schweizer autorinnen und autoren in weggis zu einer zweitägigen aussprache über fragen des literaturbetriebs und der literatur. am abend treten sie in einer öffentlichen lesung auf. folgende schriftsteller/innen lesen aus ihren werken: jürg beeler, markus bundi, martin r. dean, urs faes, zszusanna gahse, michael guggenheimer, judith kuckart, isolde schaad, bettina spoerri, peter weber, daniel zahno.

eintritt frei
ab 18.00 uhr apéro (offeriert vom haus)
tisch-reservation unter 041 390 21 41


donnerstag, 7. april 2005, 19.30 uhr
personal – kurzgeschichten

anlässlich der gründungsversammlung der lesegesellschaft hohenems liest michael guggenheimer in der villa heimann-rosenthal an der schweizerstrasse 5 in hohenems (vbg) kurzgeschichten aus seinem erzählband «personal» vor. die lesegesellschaft hohenems will an die tradition der im jahr 1813 gegründeten ersten lesegesellschaft von hohenems anknüpfen. die mitglieder der lesegesellschaft hohenems kommen jeweils am ersten dienstag des monats zusammen. sie stellen sich gegenseitig neue bücher vor und diskutieren über belletristik sowie über sachbücher.


sonntag, 20. märz 2005, 14.30 uhr
zu gast in der swiss lounge, «leipzig liest»

michael guggenheimer im gespräch mit frank stübner an der leipziger buchmesse 2005. aus anlass der zweiten auflage seines buchs «görlitz. schicht um schicht. spuren einer zukunft» wird michael guggenheimer als gast des schweizerischen buchhändler- und verlegerverbands (sbvv) am gemeinschaftsstand der schweiz im rahmen der veranstaltungsreihe "«eipzig liest» mit einer lesung und in einem anschliessenden gespräch sein buch vorstellen.


dienstag, 30. november 2004
zukunft zwischen deutschland und polen

michael guggenheimer liest im weissen saal des volkshauses zürich aus seinem buch «görlitz. schicht um schicht». organisiert wird die lesung von der buchhnandlung am helvetiaplatz. die moderation besorgt dr. lukas rüsch, dramaturg, zürich


donnerstag, 25. november 2004
der nachbar im osten

eine lesung mit anschliessender diskussion in der stadtbibliothek bautzen. michael guggenheimer zeigt, weshalb deutschlands östlichste stadt chancen hat, als europäische kulturhauptstadt 2010 nominiert zu werden. das gespräch wird moderiert von dr. frank stübner, verleger in bautzen.


dienstag, 23. november 2004
görlitz – eine stadt auf dem weg in die mitte europas

das was die görlitzer im täglichen leben nicht mehr sehen – michael guggenheimer entdeckt die schätze der stadt neu und sieht perspektiven. am dienstag liest er im «gleis 1», dem ehemaligen mitropa-restaurant im görlitzer bahnhof aus seinem buch «görlitz. schicht für schicht – spuren einer zukunft» und kommt mit dem publikum ins gespräch. die veranstaltung wird moderiert von frank seibel, redakteur der sächsischen zeitung.


sonntag, 20. juni 2004
buchpremiere in görlitz

görlitz: schicht um schicht – spuren einer zukunft

um 17.00 uhr wird in der vierradenmühle an der neisse in görlitz das neue buch von michael guggenheimer vorgestellt. in den letzten jahren hat er insgesamt sieben monate in der geteilten stadt görlitz/zgorzelec verbracht, von wo seine mutter 1933 als kind rechtzeitig weggezogen ist. in seinem buch «görlitz. schicht um schicht. spuren einer zukunft» kehrt er siebzig jahre nach dem wegzug seiner familie in die ihm bislang unbekannte stadt an der neisse. in einem erzählerischen teil beschreibt er die geschichte seines grossvaters und dessen flucht aus görlitz. im journalistischen teil geht er der lage und der zukunft der geteilten stadt nach. trotz ihrer randlage und trotz einer hohen arbeitslosenrate glaubt er an die zukunft der brückenstadt an der sprachengrenze. das buch erscheint im lusatia verlag.
isbn 3-936758-12-3, ca. 260 seiten


dienstag, 15. juni 2004
aus der türkei in den voraralberg
ein autorenabend in hohenems

michael guggenheimer kommentiert um 19.30 uhr im rahmen der ausstellung «…lange zeit in österreich – 40 jahre arbeitsmigration» in hohenems bilder, die er 1977 und 2004 gemacht hat.

«1977 besuchte der schweizer journalist und fotograf michael guggenheimer hohenems im vorarlberg, um über das verschwundene jüdische leben zu berichten. er stiess auf türkische, migrantische gegenwart mitten in einer landschaft des vergessens. fast dreissig jahre später beobachtet er, was sich verändert hat». eine veranstaltung im rahmen der ausstellung zur erinnerung an das 1964 unterzeichnete anwerbungsabkommen für arbeitskräfte zwischen der türkei und österreich.

villa rosenthal, jüdisches museum,
schweizer strasse 5 in hohenems/vorarlberg.


sonntag, 23. mai 2004
von görlitz nach solothurn
eine lesung aus «görlitz. schicht um schicht»

michael guggenheimer liest um 11.30 uhr an den solothurner literaturtagen in der säulenhalle des landhauses aus dem im juni erscheinenden buch «görlitz. schicht um schicht – spuren einer zukunft». die moderation besorgt ruedi probst vom schweizerischen literaturarchiv.

«Sie war dreiundsiebzig. Mit dreizehn hatte sie die Stadt verlassen. Jetzt stand sie zum ersten Mal wieder auf dem Obermarkt. Die Zeit war stehen geblieben und hatte dennoch einen Sprung getan. Der Verputz war Jahrzehnte alt, die Häuser wirkten grau und altersschwach, manche Hausfassaden wiesen lange und hässliche Risse auf. Der Geruch von Kohle lag in der Luft. Schaufenster aus den fünfziger Jahren waren in liebloser Weise mit Produkten aus dem Westen gefüllt. Der Duft der Wende war noch deutlich zu spüren. Zwischen den leuchtend grünen und hellblauen Trabis, zwischen den Ladas und Wartburgs standen und fuhren die ‹Zeichen der neuen Zeit›: Fords und Nissans, aus denen Stereomusik dröhnte. Der Westen hatte vor nicht langer Zeit Einzug gehalten. Das Schaufenster mit der Aufschrift ‹Karl-Marx-Volkshochschule› war leer, dort, wo an der Hausfassade die deutsch-russische Völkerfreundschaft mit erhobener Faust beschworen wurde, warb ein ‹Grill Saloniki›; noch hatte der neue Besitzer keine Zeit gehabt, um die Aufschrift von früher zu entfernen».

aus dem verlagsprospekt:
«…von meinem görlitz hat noch niemand erzählt: die flucht meiner mutter als kind, die polnischen pilzverkäuferinnen am markt und die wartenden polinnen mit ihren leeren einkaufstaschen an der heynestrasse, das mittagessen der beamten und architekten im altenheim, die blumenhändlerin, die im rückbaugebiet ihre blumen holt; das ehepaar, das mit den fremden des gästezimmers freundschaften schliesst; die geschichte vom amerikanischen textilfachmann, den es nach görlitz verschlug; die sonderschullehrerin als tischlerin; das ferne polen direkt vor der haustür und die angst vor den nachbarn im osten, das ist ‹mein› görlitz»
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